Aktuelles

Fröhliche Stimmung bei Weihnachtsfeier im Regionalbüro

Mit froher und ausgelassener Stimmung genoss ich mit rund 30 Gästen eine gelungene Weihnachtsfeier in meinem Regionalbüro in Flieden. Es freute mich sehr, dass so viele Wegbegleiter*innen aus dem politischen und regionalen Umfeld meiner Einladung gefolgt sind.

 

Nach einem leckeren Abendessen, lies ich mit der ein oder anderen Anekdote das vergangene, sehr spannende Jahr Revue passieren. Mein Einzug in den Hessischen Landtag als GRÜNEN-Abgeordneter kam durchaus überraschend und ich war gefordert, innerhalb kürzester Zeit die Abläufe, Arbeitsweise und sachspezifische Themen im landespolitischen Alltag zu erlernen.

 

Der Abend fand einen besonders schönen Ausklang mit der musikalischen Begleitung von Nicky aka „Wild im Wald“ mit ihrer Gitarre. Ich habe mich sogar hinreißen lassen, selbst zum Mikro zu greifen und ein paar Töne mit anzustimmen.

Große Landesförderung für das 11-Apostel-Haus in Tann

Im Tanner Rathaus flatterte kürzlich ein Förderbescheid des Landes Hessen in Höhe von 1,13 Millionen Euro ein. Zusammen mit weiteren Abgeordneten des Landes und des Bundes, Markus Meysner und Michael Brand, hatte ich mich für die Restaurierung und Nutzung des ältesten Gebäudes in Tann, das 11-Apostel-Haus mit der angrenzenden Judenschule, eingesetzt. Aus diesem Grund waren wir nach Tann (Rhön) zu einer kleinen Feierstunde im Rathaus mit Bürgermeister Mario Dänner und dem Ersten Stadtrat Wolfgang Schack eingeladen.

 

Die Wiederbelebung des Hauses ist nur für die Stadt Tann sondern auch für den Landkreis Fulda von großer Bedeutung. Auf 3 Etagen und rund 570 qm² sollen nach Abschluss der Sanierung des denkmalgeschützten

Gebäudes ein offener Begegnungsraum für alle Bürger*innen Tanns und der Umgebung entstehen. Außerdem soll eine Tagesbetreuung für Senioren einziehen und damit der Intergenerationen-Austausch gefördert werden. Für den ländlichen Raum in der Rhön ist solch ein Projekt sehr wichtig, denn alle Alters- und Herkunftsgruppen werden hier einen Treffpunkt mitten im Ortskern vorfinden.

 

Lobend hervorherben möchte ich die große Bürgerbeteiligung bei der Nutzungsplanung des 11-Apostel-Hauses. Der Verein Tann Aktiv, vertreten durch Jasmin Hartwig und Rainer Hartmann, und die Aktiv Stiftung Fulda, mit ihren Gründern Lothar Heißenberg und Stephan Koch, haben ein bedarfsangepasstes und bürgerorientiertes Konzept entworfen, welches nun mit einer großen Förderung belohnt wurde.

Besuch der Vockenmühle bei Burghaun

Auf Einladung einer Gruppe von Kleinmühlenbetreibern konnte ich die Wasserkraftanlage Vockenmühle bei Burghaun des Ehepaars Breul besichtigen. Ebenfalls dabei waren Martin Kremer, Geschäftsführer des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön e. V., Manfred Hempe von der Interessengemeinschaft Wasserkraft im Landkreis Fulda und Herr Rainau, Besitzer der Hasenmühle bei Tann, anwesend. Intension der Einladung war eine Sensibilisierung für das Thema Wasserkraft, allen voran Wasserkraft, die von den ca. 80 kleinen Mühlen in der Rhön aber auch in anderen Mittelgebirgen Hessens erzeugt wird.

 

Was die Mühlenbesitzer beunruhigt ist ein geplanter Mindestwassererlass der Oberen Wasserbehörde, deren Ziel es ist, das Ökosystem Fluss/Bach bei Niedrigwasser zu schützen.

 

Die Müller argumentieren jedoch, dass sie ihre kleinen Mühlen dann nicht mehr betreiben könnten. Die Mühlen müssten über viele Monate im Jahr abgestellt werden, was zum einen unrentabel ist und zum anderen das Holz der Mühlen zerstört. Neben der Wirtschaftlichkeit argumentierten die Anwesenden noch mit einem weiteren Thema: der ökologische Nutzen der kleinen Mühlen. Der Bachlauf, der Mühlgraben und die umrandenden Flächen sind ein wertvolles Biotop – nicht nur für Fische – und die Mühlen mit ihrer jahrhundertealten Tradition produzieren grüne Energie und versorgen viele umliegende Haushalte. Gleichwohl wollen sich die Mühlenbesitzer nicht sperren, Verbesserungen im Umweltschutz durch beispielsweise umfassende Durchlässigkeit bei den Mühlen herzustellen.

 

Ich hoffe, dass im Verlauf weiterer Gespräche Möglichkeiten gefunden werden, zum einen den Umweltschutz sicherzustellen, zum anderen aber den kontinuierlichen Betrieb der kleinen Mühlen weiter zu ermöglichen.

Hochschule Fulda feiert Richtfest auf dem Gelände der früheren Mühle Heyl

An der Hochschule Fulda erwartete mich ein sehr kaltes aber auch sehr erfreuliches Event. Die Arbeiten am Rohbau für die Campuserweiterung der Hochschule sind im Zeitplan, so dass Richtfest gefeiert werden konnte.

 

Unsere GRÜNE Wissenschaftsministerin Angela Dorn hielt eine Rede und freute sich über das kontinuierliche Wachsen der Hochschule Fulda. Auch der Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar war stolz auf den Status als Hessens meistwachsende Hochschule mit mittlerweile 9700 Studierenden. Bereits nächstes Jahr sollen rund 1400 Studierende und Professor*innen des Fachbereichs Pflege und Gesundheit und dazu der Hochschulsport in den neuen Gebäuden Platz finden.

 

Elmar Damm, aus dem Hessischen Finanzministerium, Thomas Platte, Direktor des Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen und Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner lobten das Bauvorhaben. Auch für mich war

beeindruckend zu sehen, wie die historische Bausubstanz der Mühle, die unter Denkmalschutz steht, in den modernen Bau integriert wird.

 

Nachdem der Polier Wigbert Horas von der Firma Ulrich Bau hoch oben auf den Grundmauern den Richtspruch verlesen hatte, konnten wir die Innenräume des Rohbaus bestaunen. Mit meiner GRÜNEN Landtagskollegin Silvia Brünnel und den CDU-Kollegen Thomas Hering ließ ich die Veranstaltung bei einem

gemeinsamen Mittagessen ausklingen.

Traditionelles Kalter Markt Frühstück in Schlüchtern

Beim traditionellen Frühstück anlässlich des Kalten Markts in Schlüchtern mauerte ich einen schönen

grünen Stein in die Brücke, welche symbolisch für Zukunft der Stadt auf der Bühne präsentiert wurde.

 

Bürgermeister Matthias Möller und Erster Stadtrat Reinhold Baier untermalten den Brückenbau mit einer komödiantischen Darstellung und lobten das Mitwirken der verschiedensten Akteure aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft an der sehr positiven Stadtentwicklung.

 

Ich traf viele Bekannte unter den rund 300 Gästen der Veranstaltung. Leider musste ich die Veranstaltung

recht früh wieder verlassen. Im nächsten Jahr bleibe ich auf jeden Fall bis nach dem offiziellen Teil, damit ich das Frühstück genießen und fleißig netzwerken kann.

Festakt zur Grenzöffnung in Großburschla

Am 9. November besuchte ich anlässlich der Feierlichkeiten zur Grenzöffnung vor 30 Jahren in Großburschla. Der Ort war vor der deutschen Einheit durch einen Zaun und einem Todestreifen getrennt. – ein Teil Großburschlas lag in Thüringen und Bahnhof Großburschla in Hessen.

 

Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der beiden Bundesländer, Bodo Ramelow und Volker Bouffier, wurde ein großer Festakt gefeiert, der zunächst mit einem Gedenken an die Opfer der deutschen Teilung begann. Rund 1000 Gäste aus Ost und West hielten auf der Brücke der Einheit eine Schweigeminute ab und an der neuen Gedenktafel wurden Kränze und Blumen niedergelegt. Im Anschluss wurde im Festzelt, welches symbolisch genau auf der Grenzlinie zwischen Ost und West aufgebaut wurde, gegessen und den

Festreden gelauscht. Es war schön zu sehen, wie Bodo Ramelow und Volker Bouffier in ihrer gemeinsamen Rede harmonierten. Die beiden kennen sich bereits viele Jahre und verstehen sich trotz aller Unterschiede gut. Volker Bouffier betonte die enge Freundschaft zwischen Hessen und Thüringen und sprach sich gegen ein Ausspielen von Ost und West gegeneinander aus.

 

Besonders freute mich das Treffen mit dem alten und neuen Fraktionsvorsitzenden der thüringischen Grünen, Dirk Adams. Zusammen mit meinem hessischen Fraktionskollegen Hans-Jürgen Müller verbrachten wir den Festakt in besonderer Stimmung und mit guten Gesprächen. Ein kleines Minus aus GRÜNER-Sicht hätte ich da dann doch anzumerken: Weniger Plastik beim Feiern wäre angebracht. Hoffentlich bei der nächsten Feierlichkeit.

Zukunft der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels

Wie kann Landwirtschaft in Zeiten zunehmender Einflüsse durch den Klimawandel gestaltet werden? Dies war das große Veranstaltungsthema am Samstag in Haimbach bei Fulda. Auf dem Antoniushof fanden sich viele landwirtschaftlich interessierte Menschen ein, um den spannenden Beiträgen der Referenten zuzuhören. Nach einem Hofrundgang und Besichtigung der hofeigenen Biogasanlage konnten wir den Ausführungen von Christoph Meixner und Janos Wack folgen, warum Agroforst sinnvoll ist. Der Vortrag von Stefan Schwarzer zeigte uns auf, warum Bodenerosion unsere Landwirtschaft bedroht.

 

Organisiert haben diesen Tag meine FraktionskollegInnen Martina Feldmayer und Hans-Jürgen Müller sowie deren MitarbeiterInnen. Wir fanden den Tag sicher alle sehr lehrreich.

Naturwald-Spaziergang am Stellberg bei Kleinsassen

Bereits zum zweiten Mal innerhalb einer Woche lud ich zum Waldspaziergang im Rahmen der GRÜNEN-Wandertage. Wurde beim ersten Waldrundgang ein Naturwaldgebiet in Steinau a. d. Str. besichtigt,

folgte nun der Naturwald am Stellberg bei Kleinsassen.

Das Besondere und Vorteilhafte an Naturwälder ist, dass keinerlei forstwirtschaftliche Nutzung oder andere menschliche Eingriffe stattfinden dürfen. Dies führt zu einer besonders großen Artenvielfalt – vor allem auch bedrohter Arten – und macht den Wald robuster gegenüber Klimaveränderungen.

 

Bernd Mordziol-Stelzer, stellv. Leiter des Forstamtes Hofbieber, führte als Fachmann die waldinteressierte Gruppe an. Mit Frank Diefenbach, dem waldpolitischen Sprecher der Landtagsfaktion, hatten wir außerdem noch einen weiteren Experten mit dabei. Wegen Starkregen und Sturm mussten wir die Walderkundung jedoch zunächst unterbrechen. Alternativ informierte uns der Forstfachmann im Forstamt Hofbieber mit einem umfassenden und hochinformativen Vortrag über das Ökosystem Wald. Es wurde deutlich, welch unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und für die Artenvielfalt der Wald liefert.

 

Nach Wetterberuhigung hatten wir doch noch die Möglichkeit den Wald im Freien zu begutachten. Die Auswirkungen des Klimawandels, die in Hessens Wäldern bereits drastische Spuren hinterlassen haben, sind auch in den Wäldern des Forstamtes Hofbieber erkennbar. Wir hatten das Glück ein intaktes und unberührtes Stück Wald zu durchwandern. Die große Biodiversität in ihrer Flora und Fauna machen die Naturwaldflächen als anpassungsfähiges Ökosystem von großer Bedeutung für die sich verändernden Klimabedingungen.

GRÜNER-Wandertag im Naturwald Weiherskopf bei Steinau

Herbstlaub, frische Waldluft, kreuz und quer durch den Wald, spannende Informationen, angeregt Diskussionen – all das durften wir beim Spaziergang durch das Waldgebiet am Weiherskopf bei Steinau erleben. Unter Führung des Forstamtsleiters von Schlüchtern, Jörg Winter, begleitete mich eine interessierte Gruppe aus ca. 20 Teilnehmenden durch den Wald mit einem besonderen Fokus auf die Naturwaldflächen. Ich habe mich sehr über die rege Teilnahme und das Interesse am Thema Wald – wenn auch aktuell unter sehr dramatischen Vorzeichen – gefreut. Besonders auch, dass meine geschätzte Fraktionskollegin Mirjam Schmidt aus Frankfurt mit dabei war.

 

Die Naturwaldflächen in Hessen wurden seit 1989 stetig erweitert, so auch im April dieses Jahres, was einen großen Erfolg für den Klimaschutz darstellt. Naturwälder können sich ohne menschliche Eingriffe entfalten, es findet keine forstwirtschaftliche Nutzung statt. Dadurch entwickelt sich eine große Artenvielfalt, vor allem auch seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten und das Ökosystem Wald wird anpassungsfähiger gegenüber den verändernden Klimabedingungen.

 

Das dies dringend notwendig ist, sahen wir auch während unserer Wanderung. Der Wald leidet deutlich unter den Folgen des Klimawandels. Ich freue mich deshalb, dass wie im Koalitionsvertrag vereinbart, inzwischen zehn Prozent der Staatswaldflächen und damit fast 32.000 Hektar nicht mehr bewirtschaftet werden. Außerdem versucht die hessische Landesregierung mit einem 12-Punkte-Plan zum Schutz des Waldes im Klimawandel dafür Sorge zu tragen, dass unsere Wälder auch in Zukunft erhalten bleiben.

 

Lobend hervorheben möchte ich jedoch gleichzeitig die am Naturschutz orientierte Forstwirtschaft des Forstamt Schlüchtern, mit der auch im Nutzwald eine große Artenvielfalt erhalten wird und nachhaltig mit dem Rohstoff Holz umgegangen wird.

Mit GRÜNEN-Stand beim Oktoberfest der Kulturen in Neuhof

Vergangenen Samstag war ich mit einem GRÜNEN-Stand beim Oktoberfest der Kulturen in Neuhof vertreten. Anlass dieser kreativen, bunten und friedlichen Veranstaltung war der in unmittelbarer Nähe stattfindende Landesparteitag der AfD im Gemeindezentrum Neuhof. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Organisationen und Vereinen und dazu rund tausend Besucher*innen zeigten wir klare Kante gegen Rechts.

 

Es ist von sehr großer Bedeutung, dass jede sich bietende Gelegenheit genutzt wird, einen Gegenentwurf zum ausschließenden, hetzerischen und antidemokratischen Kurs der AfD zu präsentieren. Deshalb freue ich mich sehr über das breite Spektrum an demokratischen Vereinen, Organisationen und Parteien, die beim bunten Oktoberfest mitgewirkt haben. Alle Rednerinnen und Redner und die auftretenden Musikgruppen haben die Weltoffenheit Neuhofs und der gesamten osthessischen Region betont und für ein Zusammenleben ohne Rassismus, gesellschaftliche Spaltung und rechtsextremistische Gesinnung geworben.

 

Ich bedanke mich für die Unterstützung meiner GRÜNEN Abgeordnetenkollegin Mirjam Schmidt, der zahlreichen GRÜNEN-Mitglieder aus den Kreisverbänden Main-Kinzig und Fulda und der Grünen Jugend aus Frankfurt. Gemeinsam haben wir ein wunderbares Fest genossen und ganz bestimmt mit mehr Freude, als der braune, gärige Haufen im Gemeindesaal nebenan.

Pro Windkraft - PROKON zu Besuch im Regionalbüro

Diese Woche durfte ich wieder mal Besuch in meinem Regionalbüro empfangen: Die Energiegenossenschaft PROKON mit dem stellv. Büroleiter in Mainz, Konstantin Kosin, und sein Kollege, Julian Loescher, waren

bei mir vor Ort in Flieden. PROKON ist als Projektentwickler im Bereich Windenergie u.a. in Hessen tätig. Von GRÜNER Seite war Volker Büchel mit dabei.

Es war diesmal eine Freude die Argumente FÜR Windkraft auszutauschen. Dieser Austausch ist auch deshalb so wichtig, da der Ausbau der Windenergieerzeugung in Hessen und in ganz Deutschland fast gänzlich zum

Erliegen gekommen ist. Das ist fatal! Wir brauchen die Windenergie als saubere Form der Energieerzeugung um die Energiewende zügig zu verwirklichen.

Konstantin Konsin und Julian Loescher schilderten die beträchtlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten, insbesondere auf kommunaler und behördlicher Ebene, vor denen PROKON seit geraumer Zeit stehe. Wir diskutierten gemeinschaftlich, welche Wege und Mittel derzeit noch zur Verfügung stehen, um die stetig wachsende Zahl erklärter Windkraftgegner*innen der Windkraft zu überzeugen. Doch wenn selbst die Aussicht auf eine finanzielle Beteiligung der Bürger an Windkraftanlagen in ihren Kommunen nicht mehr helfen kann, um den Bau einer Anlage zu ermöglichen, wird klar gegen welch felsenfeste

Überzeugungen dort angegangen werden muss.

Für die Zukunft gilt es alle ordnungsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und wo immer es geht zu versuchen, mit starken Argumenten für das Gelingen der Energiewende und für eine lebenswerte Zukunft aller – Mensch und Natur – zu überzeugen.

Kennenlernen der Kreishandwerkerschaft Hanau

Meine Sommertour neigt sich dem Ende zu, da zwischenzeitlich auch der Arbeitsbetrieb in Wiesbaden wieder an Fahrt aufgenommen hat. Ein Besuch bei der Kreishandwerkerschaft in Hanau war mir als zuständiger Sprecher für Handwerk in der Fraktion aber natürlich sehr wichtig.

Ich traf mich mit dem Kreishandwerksmeister Martin Gutmann und dem Geschäftsführer Axel Hilfenhaus zu einem Kennenlernen und informativen Austausch. Begleitet wurde ich außerdem von drei GRÜNEN-Mitgliedern aus dem Main-Kinzig-Kreis: Monika Nickel, Matthias Zach und Ursula Conen.

Die Kreishandwerkerschaft agiert nach der Grundprämisse den eigenen Betrieben hilfreich zur Seite zu stehen. Auch in Themenfeldern, die dem gesamten Handwerk zu schaffen machen, wie die zunehmende Akademisierung und der Mangel an Lehrlingen sowie neue Anforderungen durch die Digitalisierung, versucht sie, die Betriebe in eine erfolgreiche Zukunft zu begleiten. Im Laufe des Gesprächs entstand passend dazu eine angeregte Debatte zu der Chance von Elektomobilität in der Handwerksbranche.

Im Anschluss sahen wir uns noch die angrenzenden Lehrwerkstätten BTZ an, wo Lehrlinge aus verschiedenen Gewerken eine ergänzende praktische Ausbildung zur Praxis in den Betrieben erhalten.

Landesmitgliederversammlung in Königstein

Vergangenen Samstag fand die Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN Hessen in Königstein im Taunus statt.

Ich kam in den Genuss von einigen motivierten und energischen Reden, wie beispielsweise die der Bewerberinnen um die Wahl der Delegierten für den Bundesfrauenrat.

Eine besondere Rede kam von der Vorstandsvorsitzenden der Entega AG und neuen Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Marie-Luise Wolff, die ein klares Statement für die Verkehrs- und Energiewende abgab. Ihrer Forderung an uns GRÜNE: „Lassen Sie uns aus Hessen Druck machen“ versuchen wir natürlich mit aller Kraft nachzukommen!

In den Anträgen wurde diesmal innerhalb eines breiten Feldes abgestimmt: Vom Klimaschutz, über den Freihandel bis zur Drogenpolitik war alles mit dabei. Es werden sicherlich wieder arbeitsreiche Monate bis zur nächsten LMV!

Toller Besuch von der Grünen Jugend Hessen

Gute Stimmung, Pizza und politischer Austausch – was will man mehr?! Deborah Düring und Omar Jouini, beide im Vorstand der Grünen Jugend Hessen, haben mich in meinem Büro besucht. Es ist eine Freude solche Menschen kennenzulernen, die sich einsetzen, die etwas an ungerechten Situation und Verhältnissen verändern wollen, die sich für unser aller Zukunft interessieren.

Auch innerhalb meiner Themenfelder – Kommunales, Handwerk, Mittelstand, Tourismus – haben wir Anknüpfungspunkte für gemeinsame Aktionen identifizieren können. Ihr könnt gespannt sein, was wir in Zukunft zusammen auf die Beine stellen.

Kultur in Schlüchtern - Zu Besuch beim KUKI

Mit großer Freude empfing ich meine Kollegin Mirjam Schmidt, Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion, vor Ort im Main-Kinzig Kreis. Wir besuchten "Hoppo" Haeseler und Heide Buhmann vom KUKI – ein Schlüchterner Verein für Kultur und Kino.

Die beiden haben über viele Jahre hinweg gute und wichtige Kulturarbeit geleitet. Von einem hochwertigen Kinoprogramm, über Konzerte und Lesungen, bis hin zu Kabarett ist alles geboten. Natürlich soll dieses Engagement weiterhin durch die Möglichkeit der Umsetzung neuer und alter Projekte in passenden

Räumlichkeiten weitergehen. Nachdem das KUKI in den letzten Jahren seine Veranstaltungen

in einem Zirkuszelt, in Räumlichkeiten der Evangelischen Kirche oder Open-Air durchgeführt hat, betonten Hoppo Haeseler und Heide Buhmann ihrem Wunsch nach einem festen und zukunftssicheren Ort für Kultur in Schlüchtern.

Eine Wunschoption wäre die aktuell leerstehende Synagoge, die wir im Anschluss besichtigten. Das Gebäude hat wirklich ein tolles Ambiente und könnte dem KUKI, aber auch anderen regional Kulturschaffenden, multifunktionelle Entfaltungsmöglichkeiten bieten.

Buntes Leben und Programm in der Kinderakademie Fulda

Die Kinderakademie in Fulda lohnt immer für einen Besuch! Mit meiner geschätzten Kollegin und kulturpolitischen Sprecherin Mirjam Schmidt besuchte ich die Kinderakademie in Fulda.

Die KAF, das älteste eigenständige Kindermuseum in Deutschland, versteht sich als interaktives Museum für die ganze Familie. Dessen Leiterin Dr. Yvonne Petrina führte uns einmal durch das gesamte Gebäude, welches viel zu bieten hat: ein Erlebnisbereich für Kinder, unterschiedlichste Kreativkurse für Kinder, Erzieherfortbildungen und Ausstellungen. Die Hauptattraktion ist das europaweit einzige „Begehbare Herz“

durch dessen enge Gänge und Windungen wir uns natürlich auch „durchmanövriert“ haben.

Aktuell wird eine neue Ausstellung vorbereitet: „Bilde, Künstler!“. Dies wird eine Mitmachausstellung mit Einblicken in die Werke von Ulrich Barnickel, David P. Campbell, Veronika P. Dutt, Ulrike Kuborn und

Michael Mohr. Die Ausstellung wird gefördert von ART-regio Kunstförderung der SV SparkassenVersicherung Holding AG und steht unter der Schirmherrschaft von Lioba Wingenfeld. Derzeit wird noch gebaut und gewerkelt, vom 20. September 2019 bis 26. Januar 2020 könnt ihr, am besten mit der ganzen Familie,

vorbeischauen. Wir durften aber schon mal Einblick in die Ausstellung nehmen. Mein Fazit: Wird wieder klasse!

Feldrundgang mit der SOLAWI Osthessen

Die Solawi Osthessen hatte zum Hofrundgang eingeladen und viele kamen. Wir besichtigten die unterschiedlichen Äcker, Felder und Gewächshäuser, während uns die Landwirte vom Biohof Benkner über ihre Anbaumethoden informierten. Der ökologische Anbau ist komplex und erfordert viel Arbeitseinsatz, aber die Mühen lohnen sich – die Solawi-Produkte schmecken vorzüglich! Davon konnten wir beim

anschließenden gemeinsamen Abendessen mit einer bunten Salatauswahl überzeugen.

Es ist noch nicht lange her, dass ich selbst bei der Gründung der Solawi mit dabei war. Die Idee hinter der Solawi – das Kürzel für solidarische Landwirtschaft – ist ein festes Produzenten-Abnehmer-Verhältnis zwischen einem landwirtschaftlichen Betrieb und privater Haushalte. So teilen sich alle Beteiligten die Ernte und die Kosten, aber auch die Verantwortung und das Risiko der Produktion. Am Ende steht eine neue Form der ökologischen, nachhaltigen und fairen Erzeugung von Nahrungsmitteln.

Ich bin sehr froh, dass das Projekt so gut angenommen wird. Ich treffe jedes Mal neue Leute, die sich dafür interessieren und mitmachen wollen. Klasse!

Wanderung im Vogelsberg Kreis

Vergangenen Freitag begleitete ich Eva Goldbach und Mathias Wagner zu einer Wanderrunde mit vielfältigen Einblicken. Wir waren rund um das Schloss Eisenbach in Frischborn in

der Nähe von Lauterbach im Vogelsberg Kreis unterwegs. Unseren Weg säumten breite und bunte Blühstreifen, wir hatte beste Aussicht auf zahlreiche Windräder und wir besichtigten eine geplante Fläche für die Solarstromerzeugung. Der GRÜNE Kreisverband Vogelsberg mit Bernadette Eisenbart, Gabriele Szepanski und Daniel Schmidt, unterstützen den Bau des Solarparks, fordern aber eine Kombination mit

einer biodiversitätsfreundlichen Nutzung der Grünfläche durch z.B. Schafweidehaltung und weitere Blühstreifen.

Dr. Wolfgang Dennhöfer vom BUND erläuterte uns viele Details des dortigen Ökosystems und zeigte Möglichkeiten auf, wie auch konventionelle Landwirtschaft und Biodiversität einhergehen können. Am

Schluss besichtigten wir noch einen Amphibienzaun samt Tunnel, für dessen Bau sich der BUND und die örtlichen GRÜNEN stark gemacht hatten.

Fuldas ländlichen Raum stärken!

Dies ist das Motto des Regionalforums Fulda Südwest, dessen Regionalmanager Stefan Hessen und der Vorsitzende Christian Henkel (gleichzeitig Bürgermeister von Flieden) bei mir im Wahlkreisbüro zu Besuch waren.

Das Regionalforum vereint 7 Gemeinden im Südwesten Fuldas, Bad Salzschlirf, Großenlüder, Hosenfeld, Neuhof, Flieden, Eichenzell und Kalbach, und vergibt über das EU-Förderprogramm LEADER Fördergelder für dortige regionale Entwicklungsprojekte. Mir sind als Sprecher für unter anderem Handwerk und Tourismus das Projekt „Handwerkersommer“ (Praktika im Handwerk für Schüler*innen während den Sommerferien) oder auch die „Aufwertung des Wohnmobilplatzes“ in Bad Salzschlirf positiv aufgefallen.

Die letzte Ausgabe des Vereins-eigenen Magazins „Schaufenster der Region“ hat das Thema Biodiversität groß aufgegriffen, was natürlich aus GRÜNEN-Sicht sehr erfreulich ist. Mit der Formulierung von 11 Thesen zur Erhaltung der Biodiversität, unter anderem die Kritik an der konventionellen Landwirtschaft, hat das Regionalforum mutige Botschaften für eine umweltbewusste Zukunft gesendet. Dass Artenvielfalt und –schutz dringend und ernsthaft angegangen werden müssen, steht für mich außer Frage und dafür müssen, so auch das Regionalforum, möglichst alle mit ins Boot geholt werden.

Besuch im Regionalbüro: Dr. Quidde von der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern

Diesmal hatte ich das Vergnügen im Zuge der Sommertour einen Besucher in meinem Wahlkreisbüro zu empfangen. Mit Herrn Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, durchlief ich eine imaginäre Tour durch den gesamten Main-Kinzig-Kreis und darüber hinaus.

Langanhaltende Herausforderungen wie der Auszubildenden- und Fachkräftemangel, die Integration von Geflüchteten in die deutschen Arbeitsgegebenheiten, die Sicherstellung der Betriebsnachfolge, die

Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes und die Digitalisierung vor allem im Bereich der mittelständischen Unternehmen waren nur einige unserer Themen. Beim Austausch über den Einzelhandel stimmten wir überein, dass dieser natürlich unter horrendem Druck durch die Online-Konkurrenz steht, gleichzeitig aber

dringend Innovative Konzepte und wichtige Grundvoraussetzungen wie gut geschulte Mitarbeiter gefragt sind.

Selbstverständlich beschäftigt sich auch die IHK aktuell mit dem Für und Wider einer kreisfreien Stadt Hanau und möchte zu einer dezidierten Positionierung kommen. In der Zukunft wird die IHK einen starken Fokus auf dem Ausbau des Schienennetzes legen, da eine S-Bahn Anbindung an Frankfurt oder der Ausbau der ICE-Strecke eine große Bedeutung für die Industrie und den Handel im Main-Kinzig-Kreis haben.

Lehrreiche Eindrücke im Bildungswerk Anne Frank

Sommertour in Frankfurt: Mit einer Gruppe von GRÜNEN aus den Kreisen Main-Kinzig und Fulda sowie der Heinrich-Böll-Stiftung (Danke fürs dabei sein an Mechtild M. Jansen und Ralf Zwengel) besuchte ich die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.

Die recht unbekannte Tatsache, dass Anne Frank in Frankfurt, im Stadtteil Dornbusch, aufgewachsen ist, begründete den Standort der Bildungsstätte. Hier werden verschiedenste Formate in der Jugend- und Erwachsenenbildung durchgeführt, Beratungen für Fachkräfte im Bereich Antisemitismus und Radikalisierung als auch Beratungen für Betroffene von rassistischer Gewalt und Diskriminierung vorgenommen sowie ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm angeboten.

Wir durften eine lehrreiche Führung mit der stellvertretenden Direktorin Deborah Krieg durch die aktuelle Ausstellung: Lernlabor „Anne Frank. Morgen mehr.“ erleben, die uns durch ein kluges Konzept aus Informieren, Entdecken, Staunen, Irritieren und Hinterfragen sehr überzeugt hat. Durch die vielen digitalen Elemente und Anwendungen gelingt es vor allem auch Jugendliche und Schulklassen an Themen rund um Anne Frank – den Nationalsozialismus, Vorurteile, Diskriminierung, Flucht aber auch rechtsradikale Entwicklungen von heute – heranzuführen.

Ein Besuch des Bildungswerks und des Lernlabors ist wirklich jedem*r zu Empfehlen.

Zu Besuch bei der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern

Als Fraktionssprecher für das Handwerk ist es mir natürlich ein Anliegen die Kreishandwerkerschaften in der Region kennenzulernen. In Gelnhausen wurde ich vom dortigen Geschäftsführer Klaus Zeller sehr

freundlich empfangen.

Mit ca. 2500 Handwerksbetrieben hat die Kreishandwerkerschaft eine stolze Zahl aufzuweisen. Noch dazu sei die Auftragslage momentan außerordentlich gut, so berichtete mir Herr Zeller. Natürlich unterhielten wir uns auch über die Themen Meisterprämie und Rückkehr zur Meisterpflicht, welche sowohl die Vertreter*innen des Handwerks als auch die Politik seit geraumer Zeit debattieren.

Besonders beeindruckte mich die tolle Bilanz des sogenannten Lehrlings-Scouts, der seit Anfang des Jahres für die Kreishandwerkerschaft die Vernetzung zwischen Betrieben und Ausbildungsinteressierten herstellt mit dem Ziel, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Außerdem sollen vor allem Klein- und Kleinstbetriebe motiviert werden, Bereitschaft zur Ausbildungstätigkeit zu übernehmen.

Angeregte Diskussion mit der IG Windstille

Zu einer Gesprächsrunde empfing ich drei Vertreter*innen der IG Windstille Fuldaer Westen Gieseler Wald e.V., das Ehepaar Gutberlet und Georg Herget, in meinem Fliedener Regionalbüro.

Obwohl derzeit konkret keine Windkraftanlagen auf den Vorrangflächen im Gieseler Wald in Planung sind, sorgt sich die IG Windstille sehr um den intakten Wald und das Wohlbefinden der angrenzenden Bevölkerung. Ich machte deutlich, dass die Windenergie für eine zügige und gelingende Energiewende unerlässlich ist. Natürlich muss immer sorgsam geprüft werden, welche Nachteile für Mensch und Natur durch den Bau einer Anlage entstehen. Doch gerade der Ausbau der regionalen und nachhaltigen Energiegewinnung führt uns in eine Zukunft, in der durch Klimaveränderungen massiv bedrohte natürliche Lebensräume geschützt und erhalten werden können.

In einem Punkt waren wir uns einig: Fossile Energieträger stellen keinesfalls eine Option zur Energiegewinnung dar, nur ein Energiemix aus verschiedenen erneuerbaren Energien kann für Mensch und Natur in Hessen förderlich sein.

Einladung zur Bürger*innen Sprechstunde

Ich lade euch recht herzlich ein, mein Angebot einer Bürger*innen Sprechstunde wahrzunehmen. Jeden letzten Freitag im Monat heiße ich euch in meinem Wahlkreisbüro in der Reinhardstr. 2 in Flieden herzlich willkommen. Zwischen 15 und 18 Uhr nehme ich mir Zeit für eure Anliegen und freue mich auf den Austausch zu Themen, die euch aktuell bewegen. Damit ich ausreichend Zeit für jede*n Einzelne*n einplanen kann, bitte ich vorab um eine kurze Anmeldung mit Nennungen eures Anliegens an die E-Mail-Adresse: m.hofmann2@ltg.hessen.de

Auf ein baldiges Wiedersehen oder Kennenlernen!

Das fehlende Puzzleteil: Der Energiespeicher aus Sannerz

Mit einem spannenden Besuchstermin startete ich meine Sommertour durch die Landkreise Fulda und Main-Kinzig, bei der ich die Bürger*innen, Organisationen und Unternehmen in der Region noch besser kennenlernen möchte.

Robin Krack und Udo Gärtner aus Sannerz stellten mir ihre innovative Idee zur Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien vor. Dieser Energiespeicher nutzt das Prinzip eines Pumpspeicherkraftwerks, wie es z.B. in den Alpen vorzufinden ist, benötigt dazu jedoch kein natürliches Gefälle. Dadurch kann der Speicher theoretisch überall, wo er benötigt wird, gebaut und betrieben werden. Die Anlage macht sich das Auftriebsprinzip zu Nutze und zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad als äußerst wirtschaftlich aus.

Ich bin mir mit den beiden Erfindern einig: Die fossile Stromerzeugung hat keine Zukunft. Gleichzeitig müssen jedoch immer mehr Menschen mit immer größerem Energiehunger versorgt werden. Während händeringend nach Speichertechnik gesucht wird, geht jeden Tag potenziell verfügbarer Strom in der erneuerbaren Energieerzeugung verloren. Ich bin daher beeindruckt vom einfachen Verfahren, mit welchem dieser Energiespeicher arbeitet. Es wäre sehr wünschenswert das Modell in einem größeren Maßstab im Realbetrieb erproben zu können.

Momentan fehlen noch Investoren, die den Bau eines Prototyps ermöglichen. Das Versprechen von Krack und Gärtner, dass am Ende keine erneuerbare Energie mehr verloren geht, weil nicht genug Speichermöglichkeit vorhanden ist, führt die beiden hoffentlich zur baldigen erfolgreichen Realisierung.

VollständigeAufklärung und entschlossene Bekämpfung des Rechtsextremismus

Sitzung des Innenausschusses zum Mordfall Lübcke, 26.06.2019

Nach der heutigen Sitzung des Innenausschusses und nach dem Geständnis des Beschuldigten im Mord an Walter Lübcke halten die GRÜNEN die Fortführung der vollständigen Aufklärung und die entschlossene Bekämpfung des Rechtsextremismus für das Gebot der Stunde. Wir brauchen vollständige Aufklärung. Aufklärung über das Motiv des Täters. Aufklärung über etwaige Kontakte zu rechtsextremen Strukturen. Aufklärung, ob es Verbindungen zu den Strukturen des NSU-Terrors gibt. Erste Informationen wurden gegeben, weitere müssen und werden folgen.Die heutige Sondersitzung des Innenausschusses hat nochmals verdeutlicht, dass der Rechtsextremismus eine große und sehr reale Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie ist. Wir nehmen diese Gefahr sehr ernst. Wir werden ihr mit der aller größten Entschlossenheit entgegentreten. Die Aufklärung des Mordes ist Aufgabe der Ermittlungsbehörden. Die parlamentarische Kontrolle der Ermittlungsbehörden ist Aufgabe der Abgeordneten. Die gesamte Gesellschaft ist gefordert, wenn es darum geht, klar zu machen: In Hessen und Deutschland ist kein Platz für rechtsextremes Denken und Handeln. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Ankündigung des Innenministers, sich für ein Verbot von „Combat 18“ gegenüber dem Bundesinnenminister einzusetzen. Die Bedeutung der parlamentarischen Kontrolle sei durch die Innenausschusssitzung betont worden. „Die Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums Verfassungsschutz werden alle Akten einsehen können. Dazu gehören ausdrücklich auch die Akten, die bereits Gegenstand des NSU Untersuchungsausschusses waren. Es ist eine richtige Entscheidung, dass sich die Landesregierung dafür eingesetzt hat, die Sperrfrist von 120 Jahren zu korrigieren, mit der eine Akte bislang versehen ist. Hiermit wird auch eine Empfehlung des NSU Untersuchungsausschusses umgesetzt. Ebenso halten wir es für richtig, dass der Innenminister alle Fraktionsvorsitzenden für Donnerstag zu einem Gespräch darüber eingeladen hat, wie die weitere parlamentarische Kontrolle angesichts der laufenden Ermittlungen bestmöglich gestaltet werden kann. „Uns alle eint das gemeinsame Interesse an vollständiger Aufklärung. Der entschlossenen Kampf gegen Rechtsextremismus müssen wir parteiübergreifend in den Mittelpunkt stellen.